Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben – Win-win für alle

Gute Mitarbeiter sind das wirtschaftliche Fundament für ein erfolgreiches Unternehmen. Wenn qualifizierte Beschäftigte ausfallen, aufgrund von privaten Herausforderungen, wie z.B. plötzliche Pflegefälle in der Familie oder Schwierigkeiten mit der Kinderbetreuung, führt dies zu finanziellen Einbußen bei den Unternehmen.
Es ist mittlerweile bekannt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben durch eine erhöhte Produktivität und Leistungssteigerung einhergeht. Dennoch tun sich viele Unternehmen schwer, die privaten und sozialen Belange ihrer Mitarbeiter ins Visier zu nehmen. Sie befürchten ein großes Maß an Mehrarbeit oder wissen schlicht weg nicht, wie sie vorgehen können.

Vereinbarkeit im Sinne des Angebots wird breiter definiert und umfasst z. B. die wechselseitigen Beziehungen zwischen Berufsleben und

  • der Wahrnehmung von Kindererziehungs-, -betreuungs- und -begleitungsaufgaben.
  • den Ansprüchen gegenüber und von Angehörigen in Pflegesituationen.
  • der persönlichen Lebensvorstellung und deren Verwirklichung in unterschiedlichen Lebensphasen (z.B. Hobby, Ehrenamt, persönliches Engagement).
  • dem Umgang mit persönlichen Herausforderungen (Phasen besonders belastender Situationen wie Krankheit, Burnout, Abhängigkeiten, …).
  • besonderer kulturell und religiös begründeter Herausforderungen.
  • den besonderen Herausforderungen von Ein-Eltern-Familien.
  • den speziellen Anforderungen des komplexen deutschen Bildungs- und Sozialwesens insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund.

Es braucht Schnittstellen zwischen Beruf und Privatleben, um konstruktive Lösungen zu finden. Unternehmen müssen diese nicht zwangsläufig selber schaffen. Der Vereinbarkeitslotse bietet sich dafür an, um gleichzeitig Unternehmen wie auch Beschäftigte zu entlasten.

→ Informieren Sie sich über den Vereinbarkeitslotsen unter: Angebote für Unternehmen

Dieses Angebot ist eine inhaltliche Fortsetzung des Projekts „Mobilisieren und Tun“, einem Unternehmensnetzwerk, welches sich um die Implementierung von Angeboten Beschäftigte zur besseren Vereinbarkeit von Pflegeaufgaben für Angehörige und Beruf engagierte. Dieses Projekt wurde durch die EU, das Land NRW und der Stadt Bielefeld gefördert. Näheres dazu finden Sie auf der MuT-Seite im Projektarchiv und in der „Historie des Vereinbarkeitslotsen“.
Dazu kommen noch die Erfahrungen die im Rahmen des überregionalen Projektes B.R.E. bezüglich Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesammelt wurden.

Ingo Doerk
Bereichsleiter Kommunale Arbeitsförderung
Koordinator der Familienfreundlichen Arbeitswelt